Eurofestival offiziell eröffnet: Europa zu Gast in Szentendre, die pittoreske Stadt der Künstler. Die historische Stadt an der Donau, rund 20 km von Budapest entfernt, mauserte sich am Wochenende zu einer europäischen Hauptstadt. Grund dafür, das Fest der Europäischen Bürger aus 15 verschiedenen Ländern der EU, wobei die Gemeinde Schifflingen, Gründungsmitglied des Eurofestivals, Luxemburg bei der 20ten Auflage vertritt. Mehr als ein Hauch von Europa wehte durch die wunderschöne Altstadt und über das am Donaustrand aufgebaute Europadorf, der Treffpunkt der Delegationen schlechthin und der Austauschort unter Kulturen.
Im Zeichen von Europa
Mit einer besinnlichen ökumenischen Feier wurden die Festivitäten eingeläutet. Es seien die Begegnungen zwischen Menschen, die wahren Freundschaften und das echte Miteinander, die Europa ausmachen. Das Verständnis und der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen seien dabei ein unentbehrliches Bindeglied, so die Vertreter der teilnehmenden Glaubensgemeinschaften.
Die Eröffnungsfestivitäten wurden dem Zusammenwachsen Europas gewidmet. Europatag in Szentendre demnach. Man wolle als Ungarn diesen Weg begleiten, hieß es seitens der Organisatoren, die trotz bescheidener Mittel ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammengestellt haben. Auch an Gastfreundschaft und Entgegenkommen fehlt es keinesfalls.
Mit einem Aufmarsch der Delegationen durch die Straßen der Altstadt bis zum Donaugelände verwandelte sich die Stadt im Nu in eine multikulturelle City mit frischem Leben, anderen Sprachen, schillernden Kostümen, fabelhaften Klängen und neu zu entdeckenden Rhythmen.
Der Festumzug begeisterte die Einheimischen mit Folklore, Trachtenkostümen, musikalischen Aufführungen und stimmungsvollen Liedern aus allen Herren Ländern. Die Schifflinger Musikband bot klingende Märsche, spielte „Hämmelsmarsch“ und „Kiermeslidd“. Die Ungarn verzauberten die Gäste mit ihren Folkloretänzen und Reiterspielen.
„Wir sind bereit für Europa“
In den offiziellen Eröffnungsreden zeigten sich alle begeistert über das friedliche Zusammentreffen der Nationen und Kulturen aus Europa, allen voran der Bürgermeister aus Szentendre Dr. Ferenc Dietz und Gabor Miakich vom Organisationskomitee. Möge das Europafest ein weiterer Schritt auf dem Weg zum wahren Aufbau eines gemeinsamen Europas ebnen, geprägt durch kraftvolle Freundschaften und echtem Miteinander. Kultur und Sport bringen Menschen zusammen, ein Weg für Fairness, Respekt und gegenseitiges Verständnis. „Wir wollen dabei nicht abseits stehen, sondern aktiv sein. Wir sind bereit für Europa“, so Bürgermeister Dietz, der das Fest offiziell für eröffnet erklärte.
Anschließend konnten sich die rund tausend Teilnehmer und Einheimische an den Infoständen im Europadorf an den Köstlichkeiten, Spezialitäten und Traditionen der Gäste und des Gastgebers erfreuen. Für wenige Stunden erlebte das vereinte Europa einen weiteren Neuaufbau in Szentendre. Auch die kommenden Tage mit Kulturaustausch, sportlichen Wettbewerben und gesellschaftlichen Turnieren werden in diesem Sinne das ihre dazubeitragen. Szentendre, nicht nur Teil von Europa, sondern während einer Woche sogar Mittelpunkt!







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