Neues Jahr – Neue Vorsätze

Der Silvesterabend mit seinem Rummel, Geknalle, dem Gläserklingen und Walzertanzen ist vorüber. Dort, wo bereits muntere Menschen das Neue Jahr mit einem schwungvollen Gähnen und Strecken begrüßen, hat sich neben der Katerstimmung der Neujahrsfeiertage, die es da und dort sicherlich geben wird, vielfach dennoch eine erhebende Festtagsstimmung breit gemacht.

Die verschiedenen Neujahrsbräuche und Traditionen bringen Verwandte, Freunde und Nachbarn und einfache Straßenbekanntschaften dazu, sich gegenseitig anzusprechen, alles Gute zu wünschen und Zukunftswünsche zu äußern. Eine Begegnung der besonderen Art. Ganz artig wünscht man sich ein “Prost Neit Joer!”, was aus dem Lateinischen grob übersetzt soviel bedeuten kann wie: “Das Neue Jahr sei mit Dir, es sei ganz auf Deiner Seite, es bringe Glück und Freude”. Vielleicht meinen einige Wenige sogar dabei in erster Linie sich selber. Man hofft heimlich, dass wenn dem Anderen Gutes widerfährt, man selber auch nicht schlecht abschneiden wird.

Häufig werden diese Beschwörungsformel auch noch mit einigen guten Vorsätzen gepflastert. Da werden Hoffnungen und Erwartungen an die kommenden Tage, Wochen und Monate ausgesprochen. Es wird großes Bemühen, der größte Fleiß und die beste Absicht angekündigt. Gleiches gilt für die traditionellen Neujahrsfeiern, Neujahrsansprachen und Neujahrsempfänge.

Ob die verschiedenen Vorsätze dann auch erfüllt werden oder eben nicht, wird sich oft erst am Ende des Jahres zeigen. Ich halte es daher lieber mit dem Leitspruch: “Fange nie an, aufzuhören – höre nie auf anzufangen – das Neue fängt immer wieder an!”

Paul Weimerskirch

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