René hat Geburtstag. Kindernachmittag ist angesagt. Bei dieser Feier war ich als Fotograph Zaungast. Sieben Kinder spielen und freuen sich. Dann ruft Mutter zu Kuchen, Kekse, Schokolade und anderen Leckereien. Alle stürmen zu Tisch.
René und ein besonders flinker Kerl häufen sofort die guten Schokoladetortenstücke auf ihren Teller. Nur zwei Stück bleiben für die restlichen fünf Gefährten übrig. Und so kommt es wie es kommen muss: eine Streiterei und Balgerei um die Tortenstücke! Die einen wollen das bekommen, was die anderen sich bereits geangelt haben diese wiederum wollen das behalten, was sie sich vorher angeeignet hatten. Bevor man sich versah, war eine Schreien, Raufen und Zwicken im Gange.
Die Mutter schreitet ein. “So geht das nicht, René! Du hast Dir zu viel genommen!” René verteidigt seine Beute. Die Mutter meint jedoch: “Du hast Gäste, die noch nichts haben, da hisst es eben teilen. Außerdem, wenn Du die Hälfte von dem angibst, was auf Deinem Teller liegt, hast Du immer noch mehr als genug!”
Und siehe, kein Protest, in aller Stille wird geteilt. René gibt einem kleinen Mädchen sogar noch ein Zusatzstück, voller Galanterie. Und alle mampfen zufrieden.
Ich frage mich, ob ist vernünftiges, gerechtes, rücksichtsvolles und verständnisvolles Teilen eigentlich auch bei Erwachsenen so einfach?
Paul
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